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Das sind die besten Keyword-Tools zur Recherche von Suchbegriffen

Das Google AdWords Keynote Tool ist tot. Und jetzt? Eine gute Alternative ist dessen direkter Nachfolger, der Google-Keyword-Planer. Doch es gibt auch weitere Tools, wie sich Suchbegriffe gut recherchieren können.

19.08.2015 Lars Budde
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Google-Keyword-Planer: Der Nachfolger des AdWords-Keyword-Tool. (Screenshot: google.com)

Der google-Keyword-Planer richtet sich wie auch sein Vorgänger an Anzeigenkunden und vereint die Funktionen des Keyword-Tools sowie des ebenfalls abgeschalteten Traffic-Estimators. Eine umfassende Anleitung zum Keyword-Planer gibt es auch hier: "Google-Keyword-Planer: Die ultimative Anleitung" .

Google Trends: Die Entwicklung von Keywords im Blick

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Das Suchinteresse im zeitlichen Kontext, dank Google Trends. (Screenshot: google.com)

Google Trends visualisiert die Verwendung von Suchanfragen im historischen Kontext. Im Schaubild oben wird beispielsweise deutlich, wie sich die Volumina der Suchbegriffe "Weihnachten" (blau) und "Ostern" (rot) seit Januar 2004 entwickelt haben. Besonders spannend: Die Suche nach Marken wie "Zalando" oder "t3n" sowie konkreten Produkten wie "iPhone" oder "Makerbot" .

Google Suggest: Die meistgesuchten Begriffe

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Google selbst hilft bei der Keyword-Recherche. (Screenshot: google.com)

Google Suggest (auch: Google Autocomplete) liefert Nutzern schon beim Eingeben der ersten Buchstaben passende Keywords beziehungsweise Keyword-Kombinationen. Laut Google handelt es sich dabei um die im entsprechenden Kontext meistgenutzten Suchbegriffe. Google Suggest dient deshalb häufig als erster Anhaltspunkt. Die meisten der folgenden Keyword-Tools nutzen als Datenquelle auch Google Suggest.

WikiMindmap: Zusammenhänge innerhalb der Enzyklopädie

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Keyword-Tools: Mit WikiMindmap die Zusammenhänge von Themen erkennen. (Screenshot: wikimindmap.org)

Gerade bei größeren Themen ist ein Blick auf die WikiMindmap hilfreich. Sie visualisiert die Zusammengehörigkeit verschiedener Artikel und Themen innerhalb der Online-Enzyklopädie. Wer auf die englische statt der deutlich kleineren deutschen Wikipedia zugreift, erhält vor allem bei Nischenthemen einen besseren Überblick.

soovle: Mehrere Kanäle und ihre Keywords auf einen Blick

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Das Keyword-Tool soovle verschafft Nutzern einen guten Überblick. (Screenshot: soovle.com)

Mit soovle können sich Nutzer über relevante Keywords auf verschiedenen Plattformen informieren, darunter auch Wikipedia, YouTube und Amazon. Leider lassen sich die generierten Keywords anschließend nicht einfach exportieren, der Webdienst eignet sich deshalb nur für einen ersten Überblick. Mit einer groben Idee der relevanten Suchbegriffe auf verschiedenen Plattformen können sich Nutzer anschließend weiter vorarbeiten: Offen bleiben nämlich auch Informationen zum jeweiligen Suchvolumen.

Suggestit.de: Noch mehr Keywords anderer Plattformen

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Suggest.it stammt vom hannoverschen SEO-Experten Niels Dahnke. (Screenshot: suggest.it)

Ähnlich wie soovle funktioniert auch Suggestit.de von Niels Dahnke. Der Hannoveraner hat seinen Webdienst allerdings um einige zusätzliche Quellen bereichert, darunter die B2B-Plattform Wer-liefer-was.de sowie Otto.de. Die von diesen Seiten abgerufenen Begriffe doppeln sich häufig mit den von Google ausgespuckten Ergebnissen, sind durch ihre Kaufintention aber trotzdem eine gute Ergänzung.

Keyword-Datenbank von rankingCHECK

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Ein weiterer Einblick in das Suchverhalten der Deutschen bietet die Keyword-Datenbank von rankingCHECK. (Screenshot: ranking-check.de)

Hilfreich ist auch die Keyword-Datenbank von rankingCHECK , die laut Unternehmensangaben "etwa 100 Millionen echte Suchbegriffe von echten deutschen Suchmaschinen" enthält. Die Zahlen basieren auf der tatsächlichen Anzahl an Suchanfragen für Suchbegriffe, die rankingCHECK mittels AdWords-Anzeigen abdeckt. Die von Google ausgelieferten Zahlen werden als Matrix über die Datenbank gelegt, sodass zumindest die Größenordnung der Suchvolumina stimmen dürfte. Die ausgeworfenen Suchphrasen bedienen primär Short- und Midtail.

Übersuggest: das erweiterte Google Suggest

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Übersuggest nutzt Google Suggest zur Keyword-Recherche. (Screenshot: ubersuggest.org)

Mit Übersuggest können Nutzer die Funktionen von Google Suggest voll ausnutzen. Der Webdienst ermittelt zum eingegebenen Suchbegriff alle durch Google ausgelieferten Keyword-Vorschläge. Hierfür kombiniert Übersuggest den Suchbegriff mit einzelnen Buchstaben und Zahlen. Dies ist durchaus hilfreich, wenn man sich einen ersten Überblick über ein Thema verschaffen möchte. Was fehlt sind erweiterte Informationen zur Suchphrase, wie beispielsweise konkrete Suchvolumina. Hierbei hilft aber zum einen der Keyword Planer, zum anderen das unten genannte Termexplorer.

Keywordtool.io: Die bessere Ubersuggest-Alternative

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Eine gute Alterantive zu Ubersuggest: Keywordtool.io. (Screenshot: keywordtool.io)

Wenngleich ein Großteil der Funktionen nur für zahlende Nutzer von KeywordTool.io verfügbar ist, taugt auch die kostenlose Variante. Keywordtool.io generiert für jeden Suchbegriff mehrere hundert Keywords und ist ergiebiger als Ubersuggest, die weitaus bekanntere Alternative. Nutzer können zwischen unzähligen Sprachen (bspw. Google.de) und Plattformen (bspw. YouTube) wählen. Die Ergebnisse lassen sich mit nur Mausklick kopieren und zu weiteren Analyse in beispielsweise Excel übertragen.

Keyword-Tools zur Identifizierung verwandter Begriffe

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OpenThesaurus: Ein weiterer Anhaltspunkt bei der Keyword-Recherche. (Screenshot: openthesaurus.de)

Sobald das direkte Umfeld des eigentlichen Keywords untersucht wurde, lohnt ein genauer Blick in angrenzende Themenbereiche. Hierbei helfen Websites wie OpenThesaurus , Semager und der MetaGer-Web-Assozinator . Alle Dienste liefern Nutzern zum eingegebenen Keyword passende ähnliche Suchbegriffe. Als Ausgangspunkt dient OpenThesaurus.de. Der nächste Anhaltspunkt ist schließlich Semager. Der Webdienst veranschaulicht am ehesten die Zusammengehörigkeit der einzelnen Suchbegriffe.

Termexplorer: Massig Daten für die finale Analyse

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Eines der besten Keyword-Tools der SEO-Szene. (Screenshot: termexplorer.com)

Eines der mit Abstand ergiebigsten Tools in dieser Liste ist Termexplorer . Sobald eine Reihe guter "Seed Keywords" gefunden wurde, findet der Webdienst automatisch ähnliche Alternativen und liefert diese inklusive wichtiger Keyword- und Linkmetriken. Sie bieten die ideale Grundlage für eine tiefergehende Analyse in beispielsweise Excel. Termexplorer ist in drei "Plänen" ab 34 Euro pro Monat erhältlich, bietet aber auch einen abgespeckten kostenlosen Account an.

Kostenpflichtige Webdienste zur Recherche von Keywords

Neben den oben genannten kostenlosen Tools gibt es unzählige kostenpflichtige Angebote: Zum einen bietet nahezu jedes größere SEO-Tool mehr oder minder praktikable Funktionen zur Keyword-Recherche , zum anderen gibt es eine schier unübersehbare Anzahl spezialisierter Anbieter. Zu ihnen zählen unter anderem auch die oben bereits genannten Keywordtool.io und Termexplorer.

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