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Das Image ist besser als die Arbeitsbedingungen

Die Arbeit in einem Startup umweht oft ein Mythos, der von flachen Hierarchien bis zum berühmten Bällebad reicht. Die Metajobsuchmaschine Joblift hat die tatsächlichen Arbeitsbedingungen in der europäischen Gründerszene untersucht.

03.11.2017
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Bildquelle: Joblift

Das Urteil des European Startup Reports 2017 , für den Joblift eine repräsentative Online-Umfrage durchgeführt sowie 32 Millionen Stellenanzeigen durchforstet hat, fällt durchwachsen aus: Zwar verdienen Arbeitnehmer bei deutschen Startups 5 % mehr Gehalt als im Europavergleich. Die Unternehmen zahlen aber schlechter und fordern längere Arbeitszeiten als durchschnittliche deutsche Arbeitgeber. Darüber hinaus hat ein Fünftel der 500 befragten Angestellten in Startups bereits Diskriminierung erfahren, bei 68 % davon handelte es sich um Sexismus. In keinem anderen der untersuchten Länder (Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden) liegt die Quote ähnlich hoch.

Berlin ist und bleibt deutsche Startup-Hauptstadt, so ein weiteres Ergebnis des Reports. Von den 47.319 Stellenanzeigen in Deutschland, die sich im vergangenen Jahr der Gründerbranche zurechnen ließen, wurden allein 37 % in der Hauptstadt ausgeschrieben. Mit weitem Abstand folgen München und Hamburg. Allerdings stagniert die Zahl in Berlin, während sie in anderen Städten wie Köln und Frankfurt angestiegen ist.

Der Report liefert ein ergänzendes Bild zum Deutschen Startup Monitor 2017 , den KPMG jüngst veröffentlicht hat. Dieser hatte sich unter anderem die Ziele gesetzt, die Entwicklung und Bedeutung von Startups darzustellen, Forschungslücken aufzuzeigen und die Begeisterung für den Entrepreneurship-Gedanken in der Gesellschaft zu fördern.

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