Security

Cyberattacken auf dem Vormarsch

90 Prozent der Unternehmen waren im letzten Jahr Ziel von Online-Angriffen. Spätestens mit dem Entstehen des Internets der Dinge ist das Thema Cybersicherheit gefragt wie nie.

11.02.2016
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Laut " Cyber Security Report 2015" der Deutschen Telekom betrachten 70 Prozent der Befragten die Bedrohung durch Computerviren als aktuell höchstes Risiko. Es folgen Datenmissbrauch (67 Prozent) und der Missbrauch persönlicher Daten durch Unternehmen (52 Prozent). Kein Wunder, bei der Vielzahl von Cyber-Attacken auf Unternehmen im vergangenen Jahr.

Unternehmen rüsten um auf die Hybrid Cloud

Dass in diesem Zusammenhang neue Möglichkeiten auch neue Risiken bergen, kann kaum überraschen. Mit der Hybrid Cloud und dem Internet der Dinge etwa kommen auf IT-Verantwortliche neue Herausforderungen zu. Bis Ende 2016 planen zahlreiche deutsche CIOs , ihre IT-Umgebung auf diese, also die Kombination aus Private und Public Cloud, umzurüsten. Mögliche Horrorszenarien durch Provider-Verschulden sind gelöschte Daten, Compliance-Verletzungen, missachtete Datenschutzgesetze oder ein Zugriff durch Dritte.

Mit dem Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) erreichen die Möglichkeiten für Cyberattacken neue Ausmaße. Der simulierte Hackerangriff des Wired-Magazins auf ein fahrendes Auto, der die Bremse auslöste, lässt nur erahnen, wie weit diese reichen können . Als Stichworte seien hier medizinische Geräte oder gar Implantate wie Herzschrittmacher genannt, aber auch immer weiter automatisierte Produktionsprozesse. Für Unternehmen sind Cyberattacken nicht weniger fatal als für Fahrzeugbesitzer, wie das Beispiel der Telekom-Tochter T-Mobile US Ende vergangenen Jahres belegt . Als Einfallstor zu begehrten Daten können IoT- Geräte und -Maschinen für Hacker zum leichten Angriffsziel werden, wenn sie nicht richtig gesichert sind.

Neue Sicherheitstechnologien gefragter denn je

Unternehmen müssen ihre Sicherheitsstandards daher an den digitalen Fortschritt anpassen, um einen ausreichenden Schutz ihrer Daten zu erreichen. Neue Technologien sind an dieser Stelle notwendig – und immer gefragter . Denn in vielen Fällen findet heute noch keine verschlüsselte IoT-Kommunikation statt. Die Lösung könnte auf einer gesicherten digitalen Identität angebundener Geräte basieren. Amazon hat bereits eine erste Lösung vorgestellt : Mit dem speziellen Service „AWS IoT“ bindet das Unternehmen Geräte im Internet of Things an die hauseigenen AWS Cloud Services an. Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zeigt sich in diesem Zusammenhang mit der Förderung des Projekts PHYSEC der Ruhr-Universität Bochum mit 650.000 Euro aktiv . Das Team um Projektleiter Christian Zenger entwickelt derzeit eine vielversprechende Schutztechnologie, die auf einem Zufallsgenerator basiert und digitale Verschlüsselung mit analoger Nachrichtentechnik kombiniert.

Für die Lösungen von morgen

Lösungen für die IT-Sicherheit von morgen sind auch eines der großen Themen auf der DatacenterDynamics Converged-Konferenz auf der diesjährigen CeBIT in Halle 12. Im Rahmen von Vorträgen und Diskussionen stellen namhafte Experten unter anderem neue Speichertechnologien sowie Möglichkeiten für die physische IT-Sicherheit vor.

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