Security

Cyber-Kriminalität nimmt Smartphones ins Visier

Die Cyber-Kriminalität steigt rasant an. Angriffe bleiben aber oft unbemerkt oder werden aus Angst vor Reputationsverlust nicht angezeigt. Zum Ziel der Kriminellen wird immer öfter das Smartphone, wie kürzlich eine Phishing-Welle in Deutschland zeigte.

15.05.2017
Bericht-zur-Polizeilichen-Kriminalstatistik2016
Cyber-Kriminalität nimmt Smartphones ins Visier (Foto: PKS Bundeskriminalamt )

Die Zahl der Cyber-Attacken hat deutlich zugenommen. Das geht aus den Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik für 2016 hervor. Demzufolge haben sich die Fälle von Cyber-Kriminalität im Vergleich zum Vorjahr mit 82.649 registrierten Fällen nahezu verdoppelt. Um ganze 25 % stiegen die Zahlen von Computersabotage, hier gab es insgesamt 4.422 gemeldete Fälle. Dazu zählen unter anderem DDoS-Attacken, bei denen die Täter so lange massenhaft Anfragen an eine Webseite oder einen Dienst schicken, bis diese/r zusammenbricht.

Cyber-Attacken kosten die deutsche Wirtschaft im Jahr an die 50 Milliarden Euro, so eine Schätzung des Verfassungsschutzes. Zur Anzeige gebracht werden allerdings die wenigsten. Beim Bund Deutscher Kriminalbeamter geht man davon aus, dass rund 90 % der Fälle von Cyber-Kriminalität nicht gemeldet werden. Viele Angriffe werden zudem erst spät entdeckt.

Smartphones geraten immer häufiger ins Visier der Täter. Im April erhielten viele Nutzer in Deutschland gefälschte SMS, die angeblich vom E-Mail-Dienst GMX stammten, tatsächlich aber darauf abzielten, Nutzernamen und Passwörter für das E-Mail-Konto der Kunden abzugreifen. Bei den meisten dieser mobilen Schädlinge geht es laut dem Kaspersky Jahresreport darum, Geld zu ergaunern. Wie die Autoren des russischen Softwareunternehmens Kaspersky weiter schreiben, richten sich 98 % aller mobilen Angriffe gegen das offenere Betriebssystem Android.

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