Virtual Reality

Chirurgen spielen Operationen in virtueller 3D-Umgebung durch

Forscher der Universität Basel haben eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, aus Computertomografiedaten in Echtzeit eine dreidimensionale Darstellung für virtuelle Umgebungen zu generieren.

20.12.2016
Specto Vive
Mit SpectoVive können Ärzte in einem dreidimensionalen Raum mit dem Körperteil interagieren (Foto: Universität Basel)

Um bei komplizierten Operationen die beste Vorgehensweise zu finden – etwa bei der Entscheidung, wo geschnitten werden soll –, müssen sich Chirurgen ein möglichst realistisches Bild der anatomischen Strukturen wie Knochen, Gefäßen und Geweben machen. Forscher am Department of Biomedical Engineering der Universität und des Universitätsspitals Basel ist es nun gelungen, die zweidimensionalen Schnittbilder der Computertomografie ohne Verzögerung für die virtuelle OP-Präparation aufzubereiten.

Das Spectovive genannte System berechnet zudem flüssig den Schattenwurf, sodass der Nutzer einen realistischen Tiefeneindruck erhält. "Als Arzt betrachte ich die Bilder meines Patienten nicht mehr nur aus der Vogelperspektive, sondern werde Teil davon und bewege mich als Chirurg in digitalen Welten, die mich auf eine Operation in ungeahnter Detailtreue vorbereiten", beurteilt der Augenarzt Dr. Peter Maloca die neue Technologie.

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