Security

BYOD? Aber sicher!

Was müssen Sicherheitsprogramme mobiler Geräte können? Im CeBIT-Schwerpunkt "Business Security" werden die neuesten Apps für Smartphone und Co. vorgestellt. Von mehreren Bühnen kommen handfeste Tipps.

14.01.2016
Arbeitsplatz der Zukunft

Branchenübergreifend gewinnt das Thema Mobility an Bedeutung. Dem Report "Key Technology Trends 2015/2016" des European IT Observatory (EITO) zufolge stuft fast jedes zweite Unternehmen in Westeuropa (47 Prozent) Anwendungen für Mobilgeräte als besonders wichtig ein. Vor zwei Jahren sagte dies nicht einmal jedes vierte Unternehmen.

"Mitarbeiter erfordern Mobilität, Nutzer verlangen sie, und der Wettbewerb im Markt erzeugt ebenfalls Druck“ sagt EITO-Chef Dr. Axel Pols, der auch die Marktforschung im Bitkom leitet. Die Anzahl der Geräte, die Zugriff auf Unternehmenssysteme und Informationen ermöglichen, sei in den letzten fünf bis zehn Jahren exponentiell gewachsen. Pols: "Jede Organisation muss eine Mobilstrategie für jede Facette ihrer IT-Infrastruktur und Applikationslandschaft in Betracht ziehen."

Die Sicherheitsfragen, die für die Mobilstrategie beantwortet werden müssen, kommen im Schwerpunkt "Business Security" der CeBIT 2016 zur Sprache. Unter anderem liefert hier das mit dem SecuMedia Verlag ausgerichtete "Business Security Fachforum"praxisnahe Informationen zu Apps und zur Verschlüsselung mobiler Daten.

Der Trend "Bring Your Own Device" (BYOD) stellt die Sicherheitsanbieter vor besondere Herausforderungen. Aber auch die Lösungsansätze sind vielversprechend. "Wir wollen Sicherheit schaffen, ohne Nutzbarkeit wegzunehmen", sagt etwa Secusmart-Chef Hans-Christoph Quelle. Die 2015 von Blackberry übernommene deutsche Firma verschlüsselt die Smartphones der Bundesregierung und bietet seit kurzem eine nutzerfreundliche Tablet-Anwendung, die sie in CeBIT-Halle 6 präsentieren wird.

Aber auch im "Public Sector Parc" der CeBIT (Halle 7) finden sich Antworten auf mobile Fragen: Die Bundesdruckerei stellt hier u.a. ihre Technologie "trust-me" für Android-Smartphones und -Tablets vor. Mit ihr lassen sich auf einem Gerät mehrere virtuelle Smartphones installieren und zeitgleich unabhängig voneinander nutzen – privat wie beruflich. Durch die Eingabe einer PIN kann der Nutzer zwischen diesen wechseln. "Innerhalb des geschäftlichen Bereichs können Mitarbeiter auf das Unternehmensnetzwerk und sensible Daten wie E-Mails, Kontakte und Kalender zugreifen", erklärt Ulrich Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesdruckerei. "Apps, die im privaten Bereich installiert sind, haben dagegen keinen Zugriff auf dienstliche Daten."

"Wenn wir die weitere Entwicklung von Technologie und der digitalen Wirtschaft erleichtern wollen, müssen wir unser Denken noch einmal ändern. Es ist Zeit für eine neue Revolution, eine Vertrauensrevolution" sagt Gary Kovacz, CEO von AVG. Er hat seine Firma in den letzten Jahren sehr erfolgreich am Mobile-Markt platziert. Das Programm AVG AntiVirus PRO für Androids Diebstahlschutz erlaubt es Usern, ihr Gerät zu lokalisieren, es aus der Ferne zu sperren, die gespeicherten Daten zu löschen, ein Back-up der Anwendungen durchzuführen und sogar ein Foto des Diebs aufzunehmen. Gary Kovacz gehört zu den Keynote-Speakern der CeBIT Global Conferences 2016 .

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