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Bundesdruckerei: Beschränkter Zutritt – voller Stand

"Einlass nur für Berechtigte!" Mit einem geschlossenen Standkonzept überraschte die Bundesdruckerei auf der CeBIT 2015. Der Sicherheitsanbieter wollte so seine neue Zielgruppe für sich interessieren: die Privatwirtschaft.

06.10.2015
Bundesdruckerei

Ein komplettes mittelständisches Unternehmen – vom Empfangsbereich über Büro- und Produktionsräume bis zur Kantine. Das war der Stand der Bundesdruckerei auf der CeBIT 2015. Sogar ein Zaun sicherte das 420-Quadratmeter-Gelände. Nur wer sich registrierte, durfte die Türen zum Musterbetrieb öffnen, Kopierer bedienen, Produktionen nach erfolgreichem E-Learning starten oder in der Kantine mit dem Besucherausweis bezahlen.

Ein geschlossener Messestand – ist das kein Widerspruch in sich? Für die Bundesdruckerei nicht. Das ungewöhnliche Standkonzept sollte Besuchern schon von außen die Bedeutung sicherer Identitäten demonstrieren. Die Bundesdruckerei GmbH versteht sich als Anbieter kompletter Sicherheitslösungen für die analoge und digitale Welt, darunter Soft- und Hardware. "Full ID | Governance" nennt sie ihr neues Konzept.

Vom Drucker von Pässen, Ausweisen, Banknoten und Briefmarken zum Anbieter kompletter Sicherheitslösungen für die analoge und digitale Welt – die Bundesdruckerei hat sich gewandelt. Mit ihrem Full-ID-Portfolio nimmt sie als Zielgruppe auch die Privatwirtschaft in den Fokus – und nutzt dafür die CeBIT.

Mit einem Mix von Kanälen und Maßnahmen wurde das Publikum der CeBIT 2015 adressiert. Mailings, Social-Media-Posts, Pressemitteilungen, Infos auf der Website und Anzeigen gehörten dazu. Auch große Würfel auf dem Messegelände und ein eigener Shuttle-Bus trugen die Botschaft: "Mit dem Lösungsbaukasten Full ID | Governance begleiten wir den deutschen Mittelstand bei seiner digitalen Transformation" – so das Versprechen. Dazu gehören sichere Lösungen für die elektronische Kommunikation, für Datenbearbeitung und -verwaltung sowie Beratung zur Sicherheit von Informationen, Produkten, Prozessen oder Infrastrukturen.

Mit "GoID" zeigte die Bundesdruckerei unter anderem ein intelligentes Ausweisdokument mit Fingerabdrucksensor und Display auf der CeBIT. Für Android-Smartphones und -Tablets ist die Technologie "trust-me" gedacht: Mehrere virtuelle Smartphones lassen sich damit auf einem Gerät installieren und zeitgleich nutzen. So brauchen Arbeitnehmer nur ein einziges Mobiltelefon, so der Anbieter. Die Lösung sei "sicher, einfach zu bedienen und datenschutzkonform".

Die Zutrittskontrolle war streng – dennoch oder gerade deshalb war der CeBIT-Stand der Bundesdruckerei sehr gut besucht. Mit der Besucherqualität und der Zahl der Leads zeigte sich das Unternehmen im Anschluss höchst zufrieden. Dennoch soll das Konzept im nächsten Jahr nicht einfach wiederholt werden. 2016, so der Plan, stehen die Tore wieder allen CeBIT-Besuchern offen.

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