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Big-Data-Startups bedrängen die klassische Logistikbranche

Sie sind klein, jung und datengetrieben: Neue Logistik-Gründer feiern eine Finanzierungsrunde nach der anderen. Die Kapitalgeber sind IT-Finanzinvestoren.

23.01.2017
Big Data Startups
Neue Logistik-Gründer feiern eine Finanzierungsrunde nach der anderen. (Foto: Oliver Wyman-Analyse)

Die Digitalisierung wird weitreichende Auswirkungen auf das Speditionsgeschäft haben. Deutsche Unternehmen wie DHL, DB Schenker oder Dachser laufen Gefahr, ihre globale Führungsrolle einzubüßen – das zumindest prognostiziert die Managementberatung Oliver Weyman in einer Analyse des internationalen Logistikmarktes . Als Gründe nennt der Bericht einerseits die nur zögerliche Herangehensweise an die digitale Transformation seitens der gegenwärtigen Marktführer, andererseits die hohe Agilität der in den letzten Jahren gegründeten Logistik-Startups, etwa Flexport , uShip , UberFreight oder FreightHub .

Bezeichnend ist, dass die Finanzierung vor allem in den USA und in Asien stattfindet, und zwar oft maßgeblich durch Wagniskapitalunternehmen aus dem Silicon Valley. Der Oliver-Wyman-Analyse zufolge beliefen sich allein die öffentlich bekannten Finanzierungsrunden von Logistik-Startups in den letzten zehn Jahren auf fast elf Milliarden Euro. Im Schnitt wird alle fünf Tage ein neues Logistik-Startup gegründet. Und diese Neugründungen sind extrem flexibel – ohne Rücksicht auf gewachsene Strukturen können sie aus dem Stand dieselben disruptiven Big-Data-Ansätze verfolgen, wie sie von Uber im Personentransport bekannt sind.

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