Communication & Networks

Betreiber von WLAN-Hotspots haben noch ein knappes Jahr

Die Bundesnetzagentur gibt Betreiberunternehmen bis zum 31. März 2016 Zeit, um die entsprechenden Änderungen vorzunehmen. Sie sollen Überwachungsmöglichkeiten sicherstellen.

22.04.2015 Kim Rixecker

Die Bundesnetzagentur gibt Betreibern von WLAN-Hotspots mit mehr als 10.000 Nutzern bis zum 31. März nächsten Jahres Zeit, Möglichkeiten zur staatlichen Überwachung in ihre Dienste zu integrieren. Das geht aus einem Bericht der Wirtschafts-Woche hervor. Dem Magazin liegt ein entsprechendes Schreiben von Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, vor. Laut Homann mache es der steigende Marktanteil von Hotspot-Diensten notwendig, sie in die Überwachung miteinzubeziehen.

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Jochen Homann fordert Überwachungsmöglichkeiten für WLAN-Hotspots. (Foto: A.Savin / Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Bislang haben die Strafverfolgungsbehörden keinen Zugriff auf Hotspot-Daten. Daher können sie nicht so einfach darüber verfasste E-Mails mitlesen oder per WLAN geführte Telefonate abhören. Laut Wirtschafts-Woche stößt der Vorstoß bei den Hotspot-Betreibern Telekom und Vodafone auf Ablehnung.

Öffentliche WLAN-Hotspots in Deutschland

Erst vor einigen Wochen hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorgelegt, nachdem Betreiber öffentlicher WLANs nicht mehr für die Handlungen ihrer Nutzer haften. Das gilt allerdings nicht für private Betreiber öffentlicher WLANs.

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