Startups

Bei jungen Unternehmen sind Jobsucher skeptisch

In Deutschland gibt es nach wie vor viele Hindernisse für Unternehmensgründer. Zudem hält sich die Begeisterung der Arbeitnehmer für Startups hierzulande in Grenzen – zumindest bei den älteren.

10.04.2017
Arbeitsbarometer Startup-Bedingungen Länder
Welches Land bietet gute Bedingungen, um ein Startup zu gründen? (Grafik: Randstad)

Die Umfragen für das sogenannte Randstad Arbeitsbarometer werden vierteljährlich in 33 Ländern durchgeführt. In Deutschland hat der Personaldienstleister hierfür 400 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Zwar sagen 59 % von ihnen, dass die Bedingungen für den Aufbau eines Startups in der Bundesrepublik gut seien, doch in Großbritannien, Norwegen und Dänemark ist die Zufriedenheit mit fast 70 % deutlich größer. Die Förderung etwa könnte besser sein: "Hier muss der Staat vor allem auch in Zeiten der Digitalisierung mehr Hilfen und Anreize bieten, um so langfristig attraktive Arbeitsplätze in modernen und flexiblen Unternehmen zu schaffen", findet Petra Timm, Director Group Communications bei Randstad. Eine Studie von IW Consult hatte 2016 gezeigt, dass es unter anderem an der Förderung für Jungunternehmen durch etablierte Unternehmen mangelt. Zudem bereitet die zeitaufwendige Bürokratie Probleme.

Startups sind für viele Arbeitnehmer attraktiv, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Jeder zweite Brite und Däne würde demnach gerne in einem solchen Unternehmen arbeiten. Deutschland liegt hier mit 36 % nur im unteren Mittelfeld der Tabelle. Bei den 25- bis 44-Jährigen liegt die Zustimmung mit 45 % allerdings deutlich höher als bei den 50- bis 65-Jährigen. Tatsächlich ist der Mangel auch in anderen Ländern spürbar, weshalb Elin Cherry, CEO und Gründerin des Finanzdienstleisters Elinphant , kürzlich noch einmal Frauen mit Familienerfahrung als Führungskräfte ins Gespräch gebracht hat.

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