Job & Career

Beeinflusst deine Familie die Jobwahl? Laut Facebook ja

Die Forschungsabteilung von Facebook hat anhand von Millionen Daten untersucht, wie die Familie die spätere Karriere beeinflusst.

04.04.2016 Jörn Brien
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(Foto:ezhikoff / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Berufswahl: Folgt der Sohn dem Vater, die Tochter der Mutter?

Dass die Söhne in Sachen Berufswahl dem Vater nachfolgen, die Töchter den Müttern, war einmal. Aber auch heutzutage hat die Karriere von Mutter und Vater natürlich einen gewissen Einfluss auf die Berufswahl der Kinder. Wie sehr die Familie die Berufswahl beeinflusst, haben Forscher anhand von 5,6 Millionen anonymisierten Facebook-Accounts untersucht. Das Ergebnis: Beeinflussung ja, besonders bei Zwillingen.

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Die Facebook-Forschung untersucht die Beeinflussung der Berufswahl durch die Familie. (Grafik: Facebook)

Eltern geben ihre Gene weiter, sind Beispiele und Vorbilder für ihre Kinder und geben Ratschläge aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen. Kinder dürften also eher in die Fußstapfen ihrer Eltern treten als sich für komplett andere Berufe oder Karrieren zu entscheiden, könnte man meinen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen auch die Facebook-Forscher – allerdings mit Einschränkungen.

Schaut man auf das Mutter-Tochter- und Vater-Sohn-Verhältnis, zeigt sich, dass Töchter, deren Mütter im Management-Bereich arbeiten, einen Beruf in den Bereichen Bildung, Management, Büro oder Medizin haben, aber kaum als Architektin, Mathematikerin oder im Finanzsektor arbeiten. Söhne, deren Väter als Anwälte arbeiten, werden 4,6 Mal so wahrscheinlich wie normal den Beruf eines Arztes ergreifen.

Berufswahl: Überraschende Übereinstimmung bei Zwillingen

Noch etwas deutlicher wird die Beeinflussung der Berufswahl durch die Familie bei Geschwistern, besonders bei Zwillingen. 15 Prozent der Geschwister haben denselben Beruf gewählt, dieser Anteil ist doppelt so hoch wie normalerweise bei Gleichaltrigen. Bei Zwillingen wurden die Forscher sogar noch einmal überrascht. Hier streben 24,7 Prozent eine Karriere im selben Bereich an.

Relativ gesehen, so die Forscher, arbeitet ein Kind eher in den Bereichen, in denen auch die Eltern arbeiten, obwohl die absoluten Prozentzahlen gering sein können. Das Gute: "In absoluten Zahlen gesehen schlagen die Kinder ihren eigenen Weg ein und wählen einen anderen Beruf als ihre Geschwister oder ihre Eltern", fassen die Forscher ihre Ergebnisse zusammen .

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