Artificial Intelligence

Autonomes Fahren schon in vier Jahren alltäglich

Schon in wenigen Jahren gehören autonome Fahrzeuge zum üblichen Straßenbild, prognostiziert der AT&T-Manger Chris Penrose. Allerdings gilt es hierfür noch einige rechtliche und gesellschaftliche Hürden zu nehmen.

17.05.2016 Stefan Bordel
Foto: Asseco Solutions
Schon in wenigen Jahren soll autonomes Fahren zur Alltäglichkeit werden. (Foto: riopatuca / Shutterstock.com )

Internet der Dinge auf vier Rädern: Autos ohne Fahrer werden nach Ansicht des US-Managers Chris Penrose schon in vier Jahren, also von Mitte 2020 an, sukzessive zum Alltag gehören. "Die größte Herausforderung beim autonomen Fahren sind die anderen Autos, die nicht automatisch fahren", sagte der beim nordamerikanischen Telekommunikationskonzern AT&T zuständige Beauftragte für das Zukunftsthema Industrie 4.0. Chris Penrose. Den Anfang dürften Autobahnen oder Parkhäuser machen: "Es wird aber noch Jahre dauern bis zum flächendeckenden vollautonomen Fahren, da werden noch viele rechtliche Hürden beseitigt werden müssen."

Zudem gelte es psychologische Effekte zu berücksichtigen, sagte der Amerikaner, der international als einer der renommiertesten Experten zur Industrie 4.0 gilt. "Die Technologie ist da, aber sie muss von der Gesellschaft auch akzeptiert werden." Wichtig dürften daher Reservesysteme werden, die in letzter Konsequenz menschliches Eingreifen ermöglichen könnten. AT&T gilt als einer der großen Treiber beim Zukunftsthema Industrie 4.0. Der Konzern mit gut 280 000 Mitarbeitern war lange die weltgrößte Telefongesellschaft und gilt heute als einer der bedeutendsten Telekommunikationskonzerne.

Bei der Umsetzung der zunehmend vernetzten Industrie sieht Penrose auf beiden Seiten des Atlantiks viele Unternehmen noch in einer Art Entdeckerphase. "Wir stehen erst am Anfang bei dieser Reise. Heute zeichnen sich aber bereits die ersten Standards ab, und das ist gut", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Immer mehr Industrieunternehmen stellten sich die Frage, wie sie ihre Betriebe umwandeln könnten.

Sein eigenes Unternehmen habe bereits einen radikalen Wandel hinter sich, investiere aber weiterhin eine Menge in die Weiterbildung. "Wir haben uns von der größten Telefongesellschaft zu einem Softwareunternehmen entwickelt; dass ist ein massiver Wandel, bei dem wir die Mitarbeiter mitnehmen mussten."

Bereits Anfang des Jahres hatte der Chip-Hersteller Nvidia eine neue Rechenzentrale für autonome Fahrzeuge vorgestellt. Die so genannte Nvidia Drive PX 2 soll bis zu 8-Teraflops leisten und wird von Volvo in seinen autonomen Versuchsträgern auf XC90-Basis eingesetzt.

Artificial Intelligence Industrie 4.0 RSS Feed abonnieren