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Aus die Maus!

Scotty, der legendäre Chefingenieur des Raumschiffs Enterprise, konnte in seinem vierten Kinoabenteuer "Zurück in die Gegenwart" mit einer Computer-Maus nichts mehr anfangen. Wahrscheinlich, weil sich im 23. Jahrhundert neben der Sprachsteuerung auch längst eine Technik durchgesetzt hat, die das KIT-Startup Kinemic auf der CeBIT 2016 vorstellt.

28.02.2016
kinemic

Die Entwickler vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) kommen mit nicht weniger als einer weltweit einmaligen Technologie zur Steuerung von Augmented Reality (AR)-Anwendungen mittels Gesten nach Hannover. Die Kinemic genannte Software sorgt dafür, dass ohne Tastatur einfach in der Luft geschrieben werden kann und Anwendungen lediglich durch Gesten zu steuern sind, um eine vollständig freihändige Bedienung unterschiedlichster Geräte zu ermöglichen. Ein Sensorarmband – das kann auch eine Smartwatch sein, die in der Regel bereits mit den erforderlichen Beschleunigungs- und Drehratensensoren (Gyroskope) ausgestattet ist – erfasst die frei ausgeführten Hand- und Armbewegungen, die von Kinemic in Gesten oder Text übersetzt werden.

Zwar ist Gestenerkennung nichts völlig Neues, bislang aber war sie meist kamerabasiert. Mit Kinemic wird die Gestensteuerung jedoch unabhängig von Umgebungsfaktoren wie Lichteinfall und ermöglicht zudem wesentlich längere Akkulaufzeiten. Und was vielleicht noch wichtiger ist: Kinemic bewahrt Unternehmensdaten beziehungsweise die Privatsphäre der Anwender. Da das System plattform- und geräteunabhängig funktioniert, können Anwender die vorhandene Hardware nutzen oder individuelle Geräte verwenden. Kinemic eignet sich mit seinen Eigenschaften sehr gut für Mixed-Reality-Anwendungen, in denen Informationen in das Sichtfeld des Nutzers eingeblendet werden, und kann beispielsweise in der Produktionsunterstützung, Logistik oder Qualitätssicherung zum Einsatz kommen. Und überall dort, wo netten Gesten auch Taten folgen sollen.

Karlsruher Institut für Technologie (KIT) (D-76131 Karlsruhe), Halle 6, Stand A30

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