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Augmented Reality: Der Pilotversuch im DHL-Lager

DHL hat in einem Distributionszentrum in den Niederlanden den Einsatz von Datenbrillen und Augmented-Reality getestet – mit Erfolg.

18.02.2015 Jörn Brien

Gemeinsam mit Ricoh und Ubimax hat DHL einen dreiwöchigen Pilotversuch in einem Distributionszentrum im niederländischen Bergen op Zoom durchgeführt. Dabei sollte untersucht werden, inwieweit der Einsatz von Datenbrillen und Augmented-Reality-Anwendungen die Kommissionierung, also die Zusammenstellung von Einzelpositionen zu einem Gesamtauftrag, optimieren kann.

Augmented-Reality-Brille zeigt Artikel-Standort

Die Lagerarbeiter bekamen über das Display der Datenbrillen (Google Glass und VuzixM100) unter anderem angezeigt, wo sich der gesuchte Artikel genau befindet und in welcher Menge er benötigt wird. Die Datenbrille ersetzte den Handscanner und die sogenannten Pick-Listen. Die Lagerarbeiter hatten die Hände frei und arbeiteten im Test fehlerfrei. Insgesamt wurde in der Kommissionierung während der dreiwöchigen Testphase eine Effizienzsteigerung von 25 Prozent verbucht.

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Augmented-Reality: Datenbrille im Einsatz. (Foto: DHL)
„Die AR-gestützte Kommissionierung kommt ohne überflüssige Handgriffe aus und ist erheblich produktiver. Die Technologie ist eine große Unterstützung für unsere Beschäftigten und bietet unseren Kunden einen echten Mehrwert“
erklärte Jan-Willem De Jong, Business-Unit-Director-Technology bei DHL Supply Chain,

in einer entsprechenden Aussendung .

Künftig sollen auf Augmented Reality basierende Lösungen für weitere Bereiche der Lieferkette relevant werden. Der Ausbau der aktuell getesteten Lösung wird derzeit geprüft. Weitere Machbarkeitsstudien zu AR-Anwendungen seitens DHL sind geplant.

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