Wegweiser Mittelstand

Aspekt 3: Mitarbeiter

Die Mitarbeiter sind ein zentraler Punkt Ihres digitalen Veränderungsprozesses!

25.01.2017
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Die Arbeitswelt hat sich verändert

Die Digitalisierung hat wesentlichen Einfluss auf Rollenverständnisse sowohl in der Führungsetage als auch bei den Mitarbeitern.

Deshalb sind Sie gefordert, neben elektronisch gestützten Abläufen auch die Mitarbeiter als Hauptakteure mit in Ihr Zukunftsbild aufzunehmen. Fakt ist, dass sich Aufgaben und die Art, wie sie erledigt werden, mit fortschreitendem Digitalisierungs- und Automatisierungsgrad ihres Unternehmens stark verändern.

Arbeitskultur muss sich anpassen

Beim Begriff "Arbeitsplatz" rücken im Zuge der digitalen Transformation neben dem klassischen festen Arbeitsverhältnis mehr und mehr Formen der unternehmerisch geprägten Zusammenarbeit in den Fokus. Dazu gehören sogenannte "liquide" oder auch "hybride" Arbeitsverhältnisse, in denen Festangestellte auf freiberufliche Mitarbeiter, Teilzeit- und Jobsharing-Beschäftigte auf Einzelunternehmer, auch Solopreneure genannt, treffen, die ihre Dienste beispielsweise über Crowd-Working-Plattformen im Internet anbieten.

Hierarchien werden flacher

Althergebrachte, eingefahrene Strukturen in Unternehmen, die auf klassischen Hierarchien beruhen, machen Unternehmen unflexibel, Vorgehensweisen bleiben intransparent. Das digitale Teilen von Wissen und Informationen ist ein Prinzip, das durch die sozialen Medien und ihre breite Akzeptanz gefördert wird. Es bricht das verkrustete, durch internes Konkurrenzverhalten geprägte Silodenken zwischen Mitarbeitern, Team- und Geschäftsleitung auf. Solche auf Offenheit beruhenden Verhaltensmuster fördern die Kommunikation zwischen Unternehmensbereichen.

Wer möchte, dass solche agile Formen entstehen, braucht einen offenen Führungsansatz, durchdachte Konzepte zur Umsetzung, unterstützende Systeme sowie geschulte Mitarbeiter. Eigenschaften wie positives Denken, Lernbereitschaft und Offenheit unterstützen die digitale Transformation des eigenen Unternehmens und der eigenen Arbeit.

Analoge und virtuelle Arbeitsumgebung wachsen zusammen

Die persönliche Arbeitsumgebung vieler Menschen liegt heute bereits auf einem Bildschirm, ist also quasi (teil-)digital. Sie bleibt aber noch oft genug an den analogen – sprich stationären – Arbeitsplatz im Büro und den dort real greifbaren Computer gebunden. Soll sie aber im Sinne des umfassenden Vernetzungsgedankens, der ja auch hinter der Digitalisierung steckt, wirklich virtuell werden, muss diese persönliche Arbeitsumgebung „cloudifiziert“, also von der Bindung an ein Arbeitsgerät befreit und per Netzwerk erreichbar werden.

Sie lässt sich dann jederzeit und überall abrufen – egal, wo man sich befindet, welches Gerät man benutzt oder wann man arbeitet. Dieser Cloud Workspace schafft jederzeit Zugang zur Arbeitsumgebung aus Business-Software, mobilen Apps, Dokumenten aller Art, digitalen Identitäten und Services. Arbeit kann so – in Abhängigkeit von den bestehenden Aufgaben – ihren Charakter ändern: weg von physischer Anwesenheit und hin zu einem Zustand, den der Mitarbeiter selbstbestimmt, eigenverantwortlich und in Abstufungen "on" oder "off" schalten kann.

Mitarbeiter wollen und sollen Dinge ausprobieren

Digitalisierung heißt auch: Schranken abbauen, Verhaltensmuster durchbrechen, Neues annehmen und – nicht zuletzt – Unbekanntes ausprobieren. Doch zuvor muss jeder Einzelne, ob Chef eines Handwerksunternehmens, Angestellter oder Freiberufler, die Veränderungen, die mit der digitalen Transformation einhergehen, klar analysieren. Er muss für sich und seine "Organisation" erkennen, was konkret positiv ist oder – weiter gedacht – positiv sein könnte. Das bedeutet: Vernunft muss vor Bauchgefühl kommen. Wer so vorgeht, erkennt beispielsweise die Chance eines Mehr an Flexibilität in der Gestaltung von Arbeit und Leben.

Rollen flexibilisieren

Flexibilität erfordert sowohl bei Arbeitgebern als auch bei Arbeitnehmern Agilität und die Bereitschaft, das Lernen und die Erlangung von Qualifikationen als lebenslangen Prozess zu erkennen und zu akzeptieren. Die Voraussetzung für flexible Arbeitsplätze sind Mitarbeiter, die sich in unterschiedlichen Disziplinen auskennen, sich immer auf dem Laufenden halten und ausgeprägte soziale Fähigkeiten haben.

Die digitale Transformation schafft neue Mitarbeitertypen

Gerade im Dienstleistungssektor, der in Deutschland rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet, genügen bereits heute ein Computer, ein Internetanschluss und ein Telefon, um zeit- und ortsungebunden arbeiten zu können. Das erschließt Unternehmen ein enormes Potenzial an ausgebildeten und talentierten Menschen.

Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Arbeitnehmern, die in ihrer Arbeitszeit den Internetzugang des Firmenbüros für andere Zwecke benutzen als gedacht, und dem Arbeitgeber, der anhand von IP-Adresslisten kontrolliert wer, wann, wo und wie lange online war, sollte vorbei sein. Was zählt, sind Termineinhaltung, Qualität der Arbeit und Effizienz.

Wertschätzung, ausgewogene Work-Life-Balance, ein attraktives Aufgabengebiet und die Möglichkeit zur Weiterentwicklung sind nach einer aktuellen Befragung von 10.000 Studenten durch das Forschungsinstitut Trendence die Erwartungen von Universitätsabsolventen in wirtschaftlichen und technischen Berufen. Und: Wichtiger als Dienstwagen oder Kreditkarte ist vielen Berufseinsteigern eigenständiges Arbeiten, das mithilfe digitaler Werkzeuge leicht organisiert werden kann.

Passende Mitarbeiter gezielt finden

Die passenden Mitarbeiter zu finden gehört mit zu den schwierigsten Aufgaben im Unternehmen. Heute zählen bei der Bewerberfindung und Mitarbeiterauswahl nicht nur die klassischen Kriterien einer guten fachlichen Ausbildung und relevante Berufserfahrungen. Es kommen – je nach Tätigkeitsanforderung - viele weitere Kriterien wie IT- und Sprachkenntnisse, Kommunikationsfähigkeit, Offenheit, Teamfähigkeit etc. hinzu.

Sie sollten Ihr Personal- und Bewerbermanagement deshalb mit einer modernen Software-Lösung digitalisieren und effizient gestalten. Durch die Einführung eines eRecruiting-Tools können Sie ein Bewerbermanagement schaffen, das den Anforderungen an ein einheitliches und effizientes Personalbeschaffungssystem auf Basis plattformunabhängiger Internet-Technologien Rechnung trägt.

Ein Beispiel hierfür ist die Lösung d.vinci easy der Recruiting-Experten von d.vinci.de. Das Unternehmen bietet neben HR- und Recruiting-Software auch umfassende Dienstleistungen rund um das Personalwesen wie Personalmarketing, Personal- und HR-Prozessberatung und Recruiting Services.

Mit d.vinci easy können Sie zum Beispiel Bewerbungen, die derzeit noch in Form von E-Mail- und Papierbewerbung eingehen, zunehmend elektronisch über ein eigenes Jobportal abwickeln. Sie entlasten so langfristig die Personalabteilung operativ und können Ihren Rekrutierungsprozess wesentlich verkürzen.

Prüfen Sie, inwieweit die Mitarbeiter für Sie ein zentraler Punkt des digitalen Veränderungsprozesses sind!

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