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Amazon Prime: Das verdient Amazon mit den Abos

Laut einer Studie soll Amazon allein in den USA 49 Millionen zahlende Prime-Kunden haben, die 143 Milliarden US-Dollar wert sind.

12.10.2016 Kim Rixecker
Amazon Prime

Prime: Ein Kundenbindungsprogramm zahlt sich aus

Amazon baut das Angebot für Prime-Abonnenten immer weiter aus: Seit September können Londoner Prime-Mitglieder auch Essenslieferungen erhalten und in den USA bekommen die Teilnehmer des kostenpflichtigen Kundenbindungsprogramms jetzt ohne weitere Kosten Zugriff auf Bücher und Magazine. Damit bietet das Unternehmen immer mehr Argumente für den Abschluss eines Prime-Abos.

Das kommt nicht von ungefähr, wie eine Studie des Investmentunternehmens Cowen and Company zeigt. Die Analysten schätzen, dass es allein in den Vereinigten Staaten 49 Millionen Prime-Kunden gibt. Die zahlen nicht nur für ihre Mitgliedschaft, sondern geben auch deutlich mehr bei dem Online-Kaufhaus aus als reguläre Kunden. Insgesamt schätzt Cowen and Company den Wert der amerikanischen Prime-Kunden auf 143 Milliarden US-Dollar.

Amazon: Prime-Abonnenten schauen sich selten nach Alternativen um

Schon 2015 kam eine Untersuchung zu dem Schluss, dass weniger als ein Prozent der Prime-Kunden im Rahmen einer Online-Sitzung in Betracht ziehen, bei einem anderen Onlinehändler einzukaufen. Eine Studie der Deutschen Bank wiederum besagt, dass 60 Prozent aller Amazon-Käufe von Prime-Kunden getätigt werden. Dabei sollen die nur 20 Prozent der gesamten Kundschaft ausmachen.

Amazon hat demnach ein reges Interesse daran, möglichst viele Menschen zum Abschluss eines Prime-Abos zu bewegen. Wie begierig der E-Commerce-Gigant darauf ist, zeigte sich beispielsweise im Februar 2016. Damals begann Amazon in Deutschland damit, bestimmte Produkte nur noch exklusiv an Prime-Mitglieder zu verkaufen.

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