Industrie 4.0

Am Papier führt (noch) kein Weg vorbei

Seit Jahrzehnten wird das papierlose Büro vorhergesagt, Realität ist es aber noch längst nicht. Immerhin reduzieren die Unternehmen ihren Papierverbrauch allmählich, wie eine repräsentative Umfrage bescheinigt.

09.05.2017
Zahlen für die Mails
Das papierlose Büro ist noch keine Realität

Papier spielt im Büroalltag deutscher Unternehmen nach wie vor eine wichtige Rolle, ob als Rechnung, Stundenzettel oder Materialschein. Das hat eine repräsentative Untersuchung der Marktforscher von Bitkom Research ergeben, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom 504 Unternehmen ab einer Größe von 20 Mitarbeitern befragten. Den Ergebnissen zufolge wickeln drei Viertel der Firmen mindestens die Hälfte ihrer Geschäftsprozesse nach wie vor auf der Basis von Papierdokumenten ab, bei fast jedem fünften Unternehmen läuft sogar noch alles auf Papier. Immerhin wird bei 38% der Firmen heute weniger ausgedruckt als vor einem Jahr; 18% gaben allerdings an, dass sie aktuell sogar mehr ausdrucken als früher.

Der Wille zur Digitalisierung ist jedoch vorhanden: 56 % der Befragten bekunden, dass sie ihre Briefpost durch digitale Kommunikation ersetzen wollen, und immerhin 46 % der Unternehmen haben zumindest einen Teil ihrer neueren Papierakten bereits digitalisiert; beim gesamten Aktenbestand haben das allerdings erst rund 8 % der Firmen geschafft.

Einen Schub könnte die Digitalisierung im Büro durch den Gesetzgeber erhalten, denn das Bundeskabinett hat inzwischen das Gesetz zur Durchführung der elektronischen Signaturverordnung eIDAS verabschiedet . Die Verordnung sorgt dafür, dass elektronische Dokumente EU-weit als rechtsgültig anerkannt werden.

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