Mobile

Als Ladestation genügt ein elektromagnetisches Feld

Smart Devices kontaktlos, quasi aus der Luft, mit Strom versorgen – dazu wird weltweit geforscht. Offenbar sind pulsierende Magnetfelder besonders geeignet, um große Wattzahlen zu übertragen.

21.03.2017
Disney Ladestation elektromagnetisches Feld
Als Ladestation genügt ein elektromagnetisches Feld. (Foto: Disney.com)

In der Forschungsabteilung des Disney-Konzerns hat man das Konzept eines Magnetfeldraums entwickelt, in dem mehrere Geräte gleichzeitig kabellos aufgeladen werden können. Den Berechnungen zufolge lassen sich in so einem Raum bis zu 1,9 kW übertragen. Eine derartige Ladetechnik wäre zum Beispiel an Bahnhöfen oder Flughäfen nützlich – überall dort, wo viele Menschen gleichzeitig Strom für ihre Smartphones und Laptops benötigen. Das Magnetfeld soll auch nicht gesundheitsschädlich sein.

Marin Soljačić, Physiker und Elektroingenieur am MIT, hat bereits vor einigen Jahren eine Technik patentieren lassen, die Strom über kurze Distanzen mittels gekoppelter Magnetfelder übertragen kann. Der Energietransfer nutzt dafür eigene Frequenzen, auf die Sende- und Empfangsgerät geeicht sind. Das von Soljačić gegründete Unternehmen Witricity testet derzeit mit General Motors ein solches Ladesystem für Elektrofahrzeuge: Drive 11 lässt sich als Bodenplatte in der Garage oder unter dem Straßenbelag installieren, sodass Wagen auf privaten und öffentlichen Parkplätzen kontaktlos "getankt" werden können.

Mobile Hardware & DevicesFuture MobilitySmart Infrastructure RSS Feed abonnieren