Job & Career

7 Kriterien für das perfekte Homeoffice

Damit das Arbeiten von Zuhause aus gut gelingt, sollten einige Kriterien eingehalten werden. Welche das sind, erfahren Sie hier.

13.01.2016 Melanie Petersen
Homeoffice1
Wann Unterbrechungen im Homeoffice in Ordnung sind und wann nicht, sollte man vorher mit dem Partner und den Kindern besprechen. (Foto: Shutterstock)

Ruhe

Ein Mindestmaß an Ruhe sollte auch im Homeoffice herrschen. Ideal ist ein eigener Raum, dessen Tür man schließen kann, wenn man ungestört sein muss, in Ruhe telefoniert oder gerade „im Tunnel“ ist. Gibt es die Möglichkeit eines eigenen Raumes nicht, dann sollte man zumindest eine räumliche Abtrennung schaffen, zum Beispiel durch ein Regal oder eine Trennwand.

Hat man Familie, ist es ratsam, konkrete Regeln zu besprechen. Besonders wenn Kinder ebenfalls daheim sind, läuft man im Homeoffice Gefahr, alle paar Minuten unterbrochen zu werden. Hier sollte ganz klar kommuniziert werden, wann Unterbrechungen in Ordnung sind und wann man definitiv nicht gestört werden möchte. So kann man bei einem eigenen Zimmer festlegen, dass es keine Störung geben soll, wenn die Tür zu ist. Oder man legt fest, dass eine bestimmte Tageszeit (Vormittags oder Nachmittags) für Störungen tabu ist.

Das richtige Equipment

Ihr Homeoffice sollte mit allem ausgestattet sein, was Ihnen das produktive Arbeiten ermöglicht. Eine kabellose Internetverbindung ist mittlerweile Standard. Damit man immer eine freie Telefonleitung hat, sollte man zudem eine eigene Leitung für das Arbeitszimmer haben. So kann man an freien Tagen auch zwischen privaten und geschäftlichen Anrufen trennen.

Um Chaos im Arbeitszimmer zu vermeiden, sollte genügend Stauraum geschaffen werden. Gerade daheim besteht sonst schnell die Gefahr, dass Papiere im Wohnbereich zwischengelagert werden und sich mit privaten Unterlagen vermischen oder verloren gehen.

Bevor es an die Gestaltung geht, sollte man zunächst die Arbeitsmöbel, wie Schreibtisch, Stuhl, Lampen aussuchen. Denn hier sollte man so wenige Kompromisse wie möglich machen.

Ergonomie

Auch im Homeoffice sollte man auf ergonomische Standards achten. Denn auch wenn sich der schöne Holzstuhl vom Großvater gut im Arbeitszimmer macht und die Möbel irgendwie besser in das Zimmer passen, wenn der Schreibtisch direkt vor dem Fenster steht, sollte man sich vor Augen führen, dass man sich langfristig damit schadet.

Wer überwiegend im Sitzen arbeitet, der sollte sich einen Schreibtischstuhl besorgen, der vielfältige Einstellungsmöglichkeiten hat und eine gute Haltung fördert . Auch ein höhenverstellbarer Schreibtisch , an dem man ein paar Stunden am Tag im Stehen arbeitet, kann den Rücken entlasten. Darüber hinaus empfiehlt es sich, einen Platz zu suchen, der viel Tageslicht hat. Der Schreibtisch sollte dabei nicht direkt vor dem Fenster platziert werden, sondern parallel dazu.

Die wichtigsten Richtlinien zur Ergonomie am Arbeitsplatz laut AOK :

Homeoffice2
Schreibtischarbeiter sollten sich an ein paar Regeln halten, damit Rücken, Augen und Co. gesund bleiben. (Foto: Shutterstock)
Schreibtischstuhl
  • Sitzhöhe: die Sitzhöhe entspricht ungefähr der Kniekehlenhöhe.
  • Sitztiefe: fester Kontakt zur Rückenlehne und gleichzeitig mindestens zwei Fingerbreit Platz von der Sitzvorderkante zur Kniekehle.
  • Armauflage: die Armauflagenhöhe entspricht ungefähr der Ellbogenhöhe über der Sitzfläche.
  • Höhe der Rückenlehne: Die Wölbung befindet sich in Höhe der Lendenlordose, das heißt etwa auf Gürtelhöhe.
  • Rückstellkraft der Rückenlehne: die Rückenlehne stützt den Rücken in jeder Lage und macht die Bewegung des Oberkörpers mit.


Der Arbeitstisch
  • Ausreichende Höhe (72 cm).
  • Mindestens Arbeitsflächengröße von 160 cm x 80 cm.
  • Vibrierende Geräte wie Drucker stehen auf einem separaten Tisch.
  • Ausreichend Beinfreiheit.
  • Reflexionsarme Oberfläche.
  • Gegebenenfalls neigbar.
Der Raum
  • Die ideale Raumtemperatur beträgt bei sitzender Tätigkeit circa 22° C bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent.

Auch im Homeoffice ein wichtiger Faktor: Der Monitor

Homeoffice3
Auch beim Monitor gibt es im Homeoffice eine Menge zu beachten. (Foto: Shutterstock)

Die Gesellschaft Arbeit und Ergonomie Online e.V. empfiehlt verschiedene Maßnahmen, die Augenproblemen durch Bildschirmarbeit vorbeugen sollen:

  • Die Lichtverhältnisse sollten optimalerweise zwischen 400 bis 600 Lux liegen. Hohe Kontraste zwischen Bildschirmhelligkeit und Raumbeleuchtung sollten vermieden werden.
  • Optimal ist ein Arbeitsplatz mit Tageslicht, wobei die Blickrichtung zum Bildschirm möglichst parallel zum Fenster verlaufen sollte.
  • Quellen, die helle Reflexe auf dem Bildschirm und auf dem Arbeitstisch erzeugen, sind zu vermeiden. Denn wenn nur ein Auge scharf sieht und das andere regelmäßig durch Reflexe geblendet wird, kann dies zu einer einseitigen Kurzsichtigkeit führen.
  • Empfehlenswert sind LCD-Bildschirme (Flachbildschirm), weil sie reflex- und strahlungsarm sind und nicht flackern.
  • Beim Bildschirm ist auf eine gute Kontrastierung zu achten, da dies die Sehschärfe steigert.
  • Entspanntes Arbeiten findet bei einem Abstand zwischen Auge und Bildschirm im Bereich von 50 bis 70 Zentimeter statt.
  • Insgesamt sind durch regelmäßige augenärztliche Kontrollen viele Beschwerden vermeidbar.
  • Konsequentes Tragen der persönlichen Sehhilfe.
Job & Career RSS Feed abonnieren