5G

5G soll in der EU höchste Priorität erhalten

Die zentrale Frage der Digitalisierung in der Europäischen Union ist der Ausbau des 5G-Netzes. Das betont die neue EU-Digitalkommissarin Mariya Gabriel. Unterdessen gibt es aus der Wirtschaft bereits Warnungen vor einem Datenkollaps.

13.11.2017
Quelle: PwC
Quelle: PwC

"Wir brauchen ein Mindestmaß an Abstimmung", sagte Kommissarin Mariya Gabriel in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Die hohen Datenübertragungsgeschwindigkeiten, die 5G ermöglicht, gelten als Grundlage für das Internet der Dinge und weiterer Schlüsseltechnologien. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, die Versteigerung der 5G-Frequenzen europaweit eng abzustimmen, doch das ging den Mitgliedsstaaten zu weit.

"Die Frequenzen sind die Kohle und der Stahl des 21. Jahrhunderts"

Wie beim 3G-Netz müsse die EU eine Führungsrolle einnehmen – sonst werde man von Ländern wie Korea oder Japan abgehängt.

Auch die internationale Beratungsfirma PwC mahnt den schnellen Ausbau der Netze an. Mobiles Internet macht nach ihren Erkenntnissen heute schon gut zwei Drittel des gesamten Datenkonsums aus, bis 2021 könnten es 77 % sein.

"Im Zuge dieser Entwicklung wird sich allerdings bald die Frage stellen, inwieweit die digitale Infrastruktur mit dem steigenden Datenverbrauch Schritt halten kann", sagt Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC Deutschland. Schon jetzt entfalle der größte Teil des Datenkonsums auf das Herunterladen und Streamen von Videos. Bis 2021 könnte sich dieses Volumen laut PwC verdreifachen.

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