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500.000 Nutzer täglich - Slack geht an die Börse

Slack bereitet sich mit Hochdruck auf den Börsengang vor. Frühestens in 18 Monaten könnte es für das Startup aus den USA soweit sein.

09.12.2015 Daniel Hüfner

Slack, das Startup hinter dem gleichnamigen Messenger für Teams, rüstet sich für einen künftigen Börsengang. Wie CEO Stewart Butterfield in einem Interview mit dem Australian Business Review durchblicken ließ, habe man die dafür notwendigen Schritte bereits vor einigen Monaten in die Wege geleitet. "Eine interne Börsenkampagne haben wir vor drei oder vier Monaten gestartet, weil wir die Option in Zukunft haben wollen", sagte Butterfield dem Magazin. Eine erste externe Prüfung sei bereits abgeschlossen und man habe eine Menge an entsprechenden Kontroll- und Sicherheitsmaßnahmen getroffen.

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Slack, der beliebte Messenger für Teams und Unternehmen, bereitet sich für den Börsengang vor. (Foto: t3n)

Das Startup wolle sich damit vor allem gegenüber möglichen Veränderungen der Marktbedingungen absichern, heißt es weiter. "Die Aussichten werden nicht immer rosig sein und wenn sich die Marktbedingungen ändern und wir über große finanzielle Rücklagen verfügen, sind wir in einer guten Ausgangsposition, weil der Wettbewerb um talentierte Entwickler geringer ist, die Mietpreise für Büroflächen sinken, Werbung billiger wird und sich vor allem die Kosten für Unternehmen reduzieren, die wir vielleicht übernehmen wollen", so Butterfield. Gut beobachten dürfte Slack indes auch die Konkurrenz um HipChat, dessen federführender Konzern Atlassian noch in diesem Jahr an die Börse gehen will .

"Börsengang frühestens in 18 Monaten"

Slack wurde im Januar 2013 in San Francisco gegründet und hat mit seinem Team-Messenger einen beispiellosen Aufstieg hinter sich. Ohne einen einzigen Vertriebsmitarbeiter konnte das Startup bis zum Frühjahr 2015 beachtliche 500.000 täglich aktive Nutzer generieren, wovon 135.000 zahlen. Unterm Strich ergab sich für Slack so ein Jahresumsatz in Höhe von schätzungsweise circa zwölf Millionen US-Dollar. Inzwischen dürften es deutlich mehr sein. Eine beeindruckende Geschichte…

Das aktuell mit 3,9 Milliarden US-Dollar bewertete Unternehmen konnte namhafte Investoren für sich gewinnen. Unter anderem zeichneten Andreessen Horowitz, Kleiner Perkins und Google für die bisher eingesammelte Summe von rund 340 Millionen US-Dollar verantwortlich. Butterfield zufolge sei von diesem Geld bislang aber nur ein geringer Teil ausgegeben worden, sodass das Startup bis auf weiteres nicht auf neue liquide Mittel angewiesen sei. Einen kurzfristigen Börsengang schließt der Slack-Chef daher aus: "Wenn alles glatt geht, könnten wir aller frühestens in 18 Monaten an die Börse." Man wolle auf Geheiß der Investoren jedoch vorbereitet sein. "Investoren erwarten Planungssicherheit und wenn man so schnell wächst wie wir es derzeit tun, ist es praktisch unmöglich vorherzusagen, wo wir in sechs Monaten stehen werden", so Butterfield.

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